Senioren-Zentrum Dautphetal geht den „Werdenfelser Weg“

Lebensqualität trotz Demenz

Das Senioren-Zentrum Dautphetal geht den „Werdenfelser Weg“

Die gute Nachricht: Wir werden immer älter und für die dadurch häufiger auftretende Demenz gibt es Entlastung für Betroffene und Angehörige.

Wer sich vorher noch nicht damit beschäftigt hat, den trifft es hart. Plötzliche oder schleichende Veränderungen einer beginnenden Demenz verändern das Leben der Betroffenen, der Angehörigen und aller Beteiligten. War der erkranke Mensch bisher sehr selbständig in seinen Entscheidungen und seinem Verhalten, so benötigt er nun immer mehr Hilfe. Dabei möchte man dem Betroffenen Menschen natürlich gerne seine Selbständigkeit, seine Freiheit und Würde so lange wie möglich erhalten, doch diese Pflegeleistung kann von den jeweiligen Partnern und Kindern alleine nicht immer aufgebracht werden kann. Zeitlich, räumlich und fachlich.

Pflegeheime, wie das Senioren-Zentrum Dautphetal, bieten in diesen Lebenssituationen wertvolle Hilfe an, in dem sie an Demenz erkrankten Menschen ein würdiges Umfeld und ständige Betreuungsmöglichkeiten anbietet. Die Zuwendung durch die Familie ist selbstverständlich weiterhin sehr wichtig und auch gewünscht. Kurze oder längere Besuche im Pflegeheim mit Gesprächen, Spaziergängen uvm. erhalten die Bindung zur Familie und den Kontakt zu Freunden. Die professionelle „rund um die Uhr Betreuung“ in einem Pflegeheim ermöglicht darüber hinaus den Angehörigen, ihren eigenen Arbeitsalltag weiterhin bewältigen zu können. Die Betreuung eines an Demenz erkrankten Menschen durch die Angehörigen zu Hause ist zwar möglich und wünschenswert, doch nicht immer die beste Lösung und auch manchmal nicht leistbar.

Doch wie kann eine Einrichtung die ungefährdete Pflege garantieren und dabei den Bewohnern möglichst viel Freiheit und Lebensqualität erhalten?

Das Senioren-Zentrum Dautphetal geht dabei den „Werdenfelser Weg“. Dahinter steht das Bemühen, sich von einem starren Sicherheitsdenken hin zu verantwortungsvollem Abwägen aller Aspekte zu entwickeln. Die Anwendung von Fixierungen und sogenannten freiheitsentziehenden Maßnahmen wie Bauchgurte oder Bettgitter wird dabei auf das notwendige Minimum reduziert, ohne den Schutz vor Selbstgefährdung, d.h. die Sturzprävention zu vernachlässigen. Ein ständiger Wissensaustausch und die Öffnung aller Professionen im Sinne einer gemeinsamen Verantwortungsübernahme in jedem Einzelfall bietet dabei Synergien, die die Lebensqualität der Demenz-Patienten erheblich steigert.

Wie sieht das in der Praxis aus?

Im Senioren-Zentrum Dautphetal ist man konzeptionell vorgegangen und hat die räumlichen, technischen und personellen Bedingungen verändert. Dazu wurden zum Beispiel Türen und ein Außenbereich speziell gesichert, was den Bewohnern eine freiere Beweglichkeit im Haus und auch im Freien ermöglicht. Individuelle Gleichgewichtsübungen und das gemeinsame Erarbeiten von Bewegungsabläufen stärken darüber hinaus das Selbstbewusstsein der Bewohner. Auch die Angehörigen werden unterstützt. Ausführliche Gespräche über den Umgang mit der neuen Situation und dem neuen Verhalten des geliebten Menschen stärken auch die Menschen, die selbst Kraft geben möchten und müssen.

Ein Pflegefall in der Familie verändert zwar den Alltag, muss ihn aber nicht zerstören. Es gibt viele helfende Hände innerhalb und außerhalb der Familie, die gemeinsam einen guten Weg gehen können – wer den „Werdenfelser Weg“ mitgehen möchte, kann sich vertrauensvoll an die Leitung des Senioren-Zentrums Dautphetal wenden.

Elke und Manfred Reusing